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Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.

Eine von behinderten Menschen selbst getragene Organisation und ein Zusammenschluss der Zentren für selbstbestimmtes Leben.
Comic: Menschen mit verschiedenen Behinderungen
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Persönliche Budgets - Chancen und Grenzen

Stuttgart (kobinet)
Zu einer Fachtagung, die das nun abgeschlossene, baden-württembergische Modell zum Persönlichen Budget vorstellt, lädt das Sozialministerium des süddeutschen Bundeslandes am 9. Juni ab 10 Uhr ein.

„Persönliche Budgets markieren einen Perspektivenwechsel in der Behindertenpolitik. Menschen mit Behinderung erhalten statt einer ihnen zustehenden Sachleistung eine Geldleistung, mit der sie die benötigten Hilfen eigenverantwortlich einkaufen können. Dadurch sollen ihre Teilhabe- und Wahlmöglichkeiten verbessert, ihre Selbstbestimmung gestärkt werden. Um frühzeitig Erfahrungswissen über dieses innovative Konzept zu sammeln, hat Baden-Württemberg als erstes Bundesland damit begonnen, ein trägerübergreifendes Modellprojekt auf der Grundlage des SGB IX (‚Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen’) durchzuführen“ erklärt Sozialministerin Tanja Gönner auf dem Einladungsflyer.

Es sei wichtig gewesen, die Kompetenz aller am Geschehen beteiligten Akteure einzubeziehen. Gemeinsam mit Verbänden und Einrichtungen der Behindertenhilfe, mit behinderten Menschen und den Leistungsträgern sei deshalb in einer beim Sozialministerium angesiedelten Arbeitsgruppe eine Konzeption für das Modellprojekt erarbeitet und auf dieser Grundlage Persönliche Budgets für Menschen mit Behinderung seit Oktober 2002 erprobt worden.

Eine wissenschaftliche Begleitung unterstützte das Modellprojekt. Im Mittelpunkt der Fachtagung sollen die Ergebnisse zu Chancen und Grenzen Persönlicher Budgets vorgestellt werden. „Das Spektrum reicht dabei von der detaillierten Analyse der konkreten Einzelfälle bis hin zu sozialrechtlichen und sozialpolitischen Perspektiven und Konsequenzen. Herzlich eingeladen zu der Tagung sind alle Akteurinnen und Akteure der Politik für behinderte Menschen. Ich würde mich freuen, wenn das Modellprojekt Persönliches Budget in Baden-Württemberg und die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Begleitung auf reges Interesse stoßen und sich hieraus positive Impulse für die Situation von Menschen mit Behinderung ergeben“ so Gönner.

Die Tagung dauert von 10.00 bis 13.30 Uhr.
Tagungsort ist das Haus der Wirtschaft, Bertha-Benz-Saal in Stuttgart.

Das Programm:

Grußwort Tanja Gönner, Sozialministerin und Behindertenbeauftragte des Landes Baden-Württemberg
10.15 - 10.30 Uhr Das Modellprojekt im Überblick,
Dr. Heidrun Metzler, Forschungsstelle Lebenswelten behinderter Menschen, Universität Tübingen
10.30 - 11.15 Uhr Situationen, Lebenswelten, Biografien - das Persönliche Budget im konkreten Fall
PD Dr. Jörg Michael Kastl, Universität Tübingen
11.15 - 11.30 Uhr Diskussion
Moderation: Dr. Heidrun Metzle
Pause

12.00 - 12.30 Uhr Persönliche Budgets - sozialpolitische, rechtliche und professionelle Perspektiven
Dr. Heidrun Metzler
12.30 - 13.20 Uhr Diskussionsforum «Erfahrungen und Perspektiven» mit Andreas Bauer, Landratsamt Reutlingen; Ulrich Hartschuh, LVA Baden-Württemberg; Tilman Kleinau, LAGH Baden-Württemberg; Roland Klinger, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg; Manfred Lucha, Pauline 13, Friedrichshafen; N.N., Stiftung Liebenau; Rudi Sack, Lebenshilfe Baden-Württemberg
Moderation: PD Dr. Jörg Michael Kastl

13.20 - 13.30 Uhr Schlusswort Kristin Kessler, Sozialministerium Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 10. April 2005 in folgenden Kategorien: Forum Persönliches Budget