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Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.

Eine von behinderten Menschen selbst getragene Organisation und ein Zusammenschluss der Zentren für selbstbestimmtes Leben.
Comic: Menschen mit verschiedenen Behinderungen
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Unterstützung für Budgetnutzer sicherstellen

Bild Kassel: Behinderte Menschen brauchen eine adäquate Information und Unterstützung, um die neuen Möglichkeiten des Persönlichen Budgets ausschöpfen zu können. Dafür plädierte Uwe Frevert vom Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland bei einer Tagung zum Persönlichen Budget in Kassel.

Volles Haus herrschte bei der gemeinsam vom Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) und dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) am 25. Januar in Kassel durchgeführten Tagung unter dem Motto “Das Persönliche Budget auf dem Prüfstand”. Die Moderatorin der Veranstaltung, Martina Puschke, führte zu Beginn eine kleine Befragung der TeilnehmerInnen durch, wobei sich herausstellte, dass es während der Tagung eine gute Mischung aus behinderten Menschen, die sich für das Persönliche Budget interessieren, Leistungsträgern und Leistungsanbietern gab. Sie hob dabei hervor, dass es allein im letzten Jahr ca. 50 Veranstaltungen zum Persönlichen Budget in Deutschland gegeben habe. Bedenke man die noch sehr geringe Zahl von wenigen hundert BudgetnutzerInnen sei dies erstaunlich.

In diese Kerbe schlug auch Uwe Frevert, Berater des fab e.V. und Vorstandsmitglied der ISL mit einem Plädoyer für eine bessere Beratung und Unterstützung behinderter Menschen zur Nutzung der neuen Möglichkeiten für Persönliche Budgets. Die Budgets stellten eine große Chance dar, neue Wege in der Behindertenpolitik zu gehen, die allerdings auch die nötige Unterstützung brauchten. Dem fab war es im Dezember gelungen eine modellhafte Zielvereinbarung mit mehreren beteiligten Trägern abzuschließen, die Hoffnung gäbe.

Dr. Karsten McGovern, Sozialdezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf plädierte in seinem Beitrag vor allem dafür, dass behinderte Menschen die Chance für ein Persönliches Budget nutzen. “Stellen Sie Anträge”, so sein Plädoyer. Denn das Persönliche Budget wäre u.a. vor allem auch deshalb geschaffen worden, um behinderten Menschen einen Auszug von der stationären in die ambulante Unterstützung zu ermöglichen. Diese Chance müsse genutzt werden. Auch Barbara Örder vom Landeswohlfahrtsverband Hessen machte die Möglichkeiten eines Persönlichen Budgets deutlich und zeigte die dafür nötigen Prozesse auf. Sie wies aber auch darauf hin, dass die Idee in den Modellregionen bisher eher zögerlich greife. Es sei jedoch zu beobachten, dass sich die Aufklärungsarbeit langsam lohne, denn in den letzten Monaten habe es einen sprunhaften Anstieg der BudgetnutzerInnen gegeben.

Die VertreterInnen des fab e.V., die sich dem Thema im Rahmen eines von der Europäischen Union im Rahmen des EQUAL-Projektes unter dem Motto “OPEN PATHS” geförderten Projektes gezielt widmen bekräftigten ihr Engagement in diesem Bereich. Man wolle auch zukünftig behinderten Menschen mit Hilfe des Persönlichen Budgets neue Türen öffnen und für eine effektive Unterstützung kämpfen, so Pandelis Chatzievgeniou vom fab-Projekt.

Veröffentlicht am 26. Januar 2007 in folgenden Kategorien: Meldungen, OPEN PATHS, Forum Persönliches Budget

Eine Antwort

Am 27. Juni 2007 um 09:59 schrieb Veronika Mändle:

Hallo Leute!
Konnte leider aus verschiedenen Gründen nicht an der Veranstaltung im Januar teilnehmen, was ich sehr bedaure.
Berate und begleite selbst unentgeltlich Interessierte Menschen und Budgetnehmer in Sachsen-Anhalt. Was man da teilweise erleben muß/darf von der Antragsaufnahme bis zum Abschluß einer Zielvereinbarung läßt sich nur schwer in Worte fassen.
Da ich es schaffte,trotz einiger Widerstände als Betroffenenvertreter( APK ) in die Projektgruppe beim Ministerium aufgenommen zu werden , könnte ich an vielen Tatsachen eigene Negativerlebnisse schildern.
Ich bin jedoch von Herzen optimistisch eingestellt und konnte meine positive Haltung stets wiederfinden.
Denke, daß der ” Druck von Unten ” erheblich erhöht werden muß, damit sich eine Positivwahrnehmung durchsetzt für zukünftige Budgetnehmer und die Leistungsträger gezwungen sind, wirklich als Dienstleister im Auftrag des Staates ihr Arbeitsverhalten und die Grundhaltung gegenüber Leistungsberechtigten Bürgern darauf einzustellen
MfG
Veronika Mändle.

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