Ausbildung behinderter Menschen - Workshop bei der IHK Hannover

Foto der ReferentInnen vor dem IHK-Gebäude (c) ISL e.V.Im Rahmen eines Workshops für Ausbildungsberater und Ausbildungsakquisiteure bei der Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Arbeitgeber dargestellt, wenn sie behinderte Menschen einstellen. „Viele Arbeitgeber denken immer nur an die Probleme, wenn es um die Beschäftigung Behinderter geht“, meint Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der ISL und eine der ReferentInnen. „Wir konnten heute aufzeigen, dass es um Menschenrechte, um Chancengleichheit und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt geht und nicht um Sonderbehandlungen.“ Von daher, so Co-Referentin Barbara Vieweg, seien gerade die AusbildungsberaterInnen der IHK wichtige MultiplikatorInnen, da sie zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung bei den Arbeitgebern beitragen.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Dr. Gerd Spevacek die rechtlichen Grundlagen der Ausbildung behinderter Menschen dargestellt. Im abschließenden Praxisteil konnten Kerstin Fennen von Annastift Hannover und Karen Ramm von der Rhenus eonova GmbH berichten, wie sie ihre überbetriebliche Zusammenarbeit gestalten.

Erfreuliche Nebeneffekte zum Schluss der Veranstaltung und Ergebnis der Diskussion: Die Hürden für die Übernahme eines behinderten Auszubildenen in ein Beschäftigungsverhältnis wurden durch die Informationen über Arbeitsassistenz reduziert und ein betrieblicher Ausbildungsplatz für einen anderen behinderten Jugendlichen wurde angebahnt.

Außerdem hatte die IHK extra zu diesem Termin ihre lang gehegten Pläne zum Einbau einer Behindertentoilette in ihrem Gebäude realisiert. „Noch nicht ganz perfekt, aber sehr hilfreich“, kommentierte Sigrid Arnade.