Team Esther und Charlotte für "gesunde" Inklusion

Esther Schmidt und Charlotte FeningerWir sind Charlotte Feninger und Esther Schmidt aus Freiburg im Breisgau und leben beide von jung an mit Behinderungen bzw. chronischen Erkrankungsprozessen.

Zu Inklusionsbotschafterinnen im Team ausgewählt, wollen wir in Freiburg im Breisgau die partizipative Diskussion der Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention anregen. Mit unserem Projekt Freibuni – kurz für:  Freiburger Unabhängiges Netzwerk Inklusion - bringen wir Menschen und Interessen zusammen. 

Freibuni ist ein offener Zusammenschluss. Die Beteiligten verbinden sich in der Sehnsucht nach individueller Partizipation (Teilnahme und Teilhabe) unabhängig von Behinderungen, Beeinträchtigungen und Barrieren. Menschen mit Handicaps unterschiedlicher Art steuern die locker-bunten Unternehmungen des Freibuni selbst. Und das ist speziell an unserer Organisation hier im Raum Freiburg. Aus dem Freibuni ist beispielsweise auch die aktive Organisation Frauen_mB entstanden – da haben wir einen kulturellen Raum geschaffen, wo sich Frauen mit Behinderung und/oder mit chronischer Erkrankungen finden und gleichgesinnt treffen können. Mehr auf www.frauen-mb.de.

Charlotte und Esther bilden die Drehscheibe im Freibuni; sie ergänzen sich und färben beidseitig aufeinander ab. Charlotte Feninger ist beruflich im Service eines inklusiv-ökologischen Hotels für den Gästekontakt zuständig. Sie ist öfter Gesicht und Stimme in Zeitschriften, Reportagen und Interviews. Esther Schmidt studierte erfolgreich Medizin und erwarb die Qualifikation zur Beraterin für persönliche Assistenz beim VbA e.V. München. Als chronisch erkrankte Patientin und Pflege-in-Anspruch-Nehmerin prägt sie das Selbst- und Fremdbild vom Arzt und seiner Tätigkeit mit.

Weil der Kampagnenslogan „Behindern ist heilbar“ (Zitat: Bundesministeriums für Arbeit und Soziales) so zutrifft, setzen wir uns mit dem allgemeinen Wohlergehen als zentrales Thema der Inklusion auseinander. Denn die schillernden Aspekte und bunten Formen einer „gesunden“ Inklusion und Partizipation sind wichtig.

Wir haben uns beispielsweise als Interviewer getestet mit einer Mini-Umfrage in einem inklusiven Wohnheim mit dem ISL-Fragebogen „Assistenz im Krankenhaus“ oder beteiligten uns partizipativ auf Anfrage eines Mitarbeiters eines Internationalen Ethik-Institutes mit unseren Überlegungen bei einem Forschungsprojekt zur sicheren Rettung von Senioren / Mobilitätsbehinderten bei Katastrophen. Wir regen zur Sensibilisierung an, bringen unsere wesentliche Punkte ein und suchen die Vernetzung- beispielsweise, wenn es um Sorgearbeit geht oder um Selbstpflege, um allgemeine Infos zu Gesundheit, Medizin, Pflege und Heilpraxis oder um gesundheitsrelevante Themen wie beispielsweise Auswirkung und Vorbeugen von Isolation, Mobbing und Gewalt.

Wir wollen konkret unser Konzept der „Inklusiven Gesundheit“ umsetzen, siehe www.Inklusive-gesundheit.de und www.handicap2care.de. Wir werden als „Ottonormalverbraucher“ auf Gesundheitseinrichtungen hier im Freiburger Raum zugehen und fragen, wie viel „Handicap am Patienten“ die Praxis begrüßt bzw. wie es ihr möglich ist. Wir bauen dabei weiter an unserer Community aus Peers und kommen miteinander ins Gespräch bei persönlichen Treffen, über unser Online-Portal und bei öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel aktuell am 5. Mai im Rahmen des städtischen Aktionstags Inklusion. Mehr auf: www.inklusion-regio-freiburg.de - Inklusion heißt: Mutig zu sein, um Beziehungen wahrzunehmen, zu gestalten und zu leben. 

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