Rose Jokic vermittelt Inklusion durch Sport, Bildung, Kultur und Begegnungen

Mein Name ist Rose Jokic, Jahrgang 1978. Als Inklusionsbotschafterin möchte ich anderen Mut machen, sich zu engagieren: Ob im Sport, Kultur, Bildung oder anderswo - ich finde es gibt viele Möglichkeiten Inklusion zu leben! Als blinde Läuferin nehme ich gemeinsam mit sehenden Menschen an Laufveranstaltungen teil und möchte dazu motivieren, weitere Inklusionsläufe zu initiieren. Als Blindentennisspielerin möchte ich auch diese Sportart bekannter machen, denn Blindentennis macht nicht nur blinden Menschen Spaß.

Als Redakteurin wirke ich bei inklusiven Radioprojekten mit und erstelle beispielsweise Veranstaltungstipps in Leichter Sprache, um inklusive Begegnungen erfahrbarer zu machen. Für Kinofilme und Theateraufführungen arbeite ich an Beschreibungen für blinde Menschen mit und begleite die Erstellung von Audiodeskriptionen sowie Audioguides von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Blinde Menschen nehmen somit die kulturellen Angebote nicht nur wahr, sondern wirken mit. Das unterstütze ich als Inklusionsbotschafterin.

Als Bildungsreferentin führe ich inklusive Schulungen für Online-Redakteure zur Gestaltung von Webangeboten für verschiedene Bedarfe und berate Unternehmen, Medien sowie Behörden bei der Entwicklung barrierefreier Applikationen. Nur durch entsprechend auf die unterschiedlichen Bedarfe angepasste Informationen und durch zugängliche Kommunikationswege lassen sich die Anforderungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen.

In meinem Alltag begegne ich Menschen, die mich bewundern oder bemitleiden - beides ist menschlich; beides bringt mich aber nicht weiter. Begegnungen machen aber Inklusion aus, denn nur so können wir von verschiedenen Bedarfen erfahren und lernen, dass es sich lohnt, von Anfang an dabei zu sein. Also vermittele ich als Läuferin, Hundebesitzerin, Blindentennisspielerin, Redakteurin, Beraterin, Smartphone-Nutzerin und als Inklusionsbotschafterin die vielfältigen Möglichkeiten der Teilhabe von Anfang an. Ich gehe in Kindergärten und Schulen mit meinem Blindenführhund und gemeinsam erleben wir wunderbare Begegnungen: Wir schaffen einen intensiven Austausch, bauen Hemmnisse ab und gründen so gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen die Basis für ein vorurteilfreieres Miteinander. Deshalb ist mein Projekt kaum zeitlich einzugrenzen. Vielmehr ist es eine fortlaufende, bereichsübergreifende Begegnung.

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