Soziale Teilhabe – aber bitteschön für alle! Reaktion der ISL zu Interviewaussagen von Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales

Flyer zum ProtesttagBerlin, 04. Mai 2018. Anlässlich des 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, appelliert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) an den neuen Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, behinderte Menschen bei seinen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitzudenken und einzubeziehen. „Wir begrüßen zwar die im 'Tagesspiegel´ und in der ´Welt am Sonntag´ geäußerten Positionen des Ministers, dass sich Arbeit wieder lohnen soll und er Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen möchte, um soziale Teilhabe zu ermöglichen,“ sagt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Gleichzeitig fordern wir ihn aber auf, dabei behinderte Menschen besonders zu berücksichtigen, da sie in allen Lebensbereichen benachteiligt sind, so auch auf dem Arbeitsmarkt.“

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Außen Teilhabe, innen Benachteiligung - Wer die Verpackung ändert, sollte auch den Inhalt besser machen

Schwerbehindertenausweis MusterBerlin, 26. April 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) fordert nach dem Vorschlag der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag nicht nur die Änderung des Namens „Schwerbehindertenausweis“ in „Teilhabeausweis“, sondern auch dessen Inhalt. „Wer die Verpackung ändert, darf nicht vergessen, auch den Inhalt zu verbessern,“ betont Dr. Sigrid Arnade, ISL-Geschäftsführerin.

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Der Willkür Tür und Tor öffnen. Neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in Bayern.

Porträt Dr.Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 23. April 2018. Der Entwurf für ein neues bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz der CSU-Regierung, der in dieser Woche in erster Lesung im bayerischen Landtag diskutiert werden soll, stößt auf heftige Kritik der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL): „Statt die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und Zwangsmaßnahmen abzuschaffen oder zumindest zu reduzieren, können Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bayern künftig wie Kriminelle behandelt werden,“ empört sich die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Beispielsweise sollen krankheitsbezogene Daten fünf Jahre lang aufgehoben werden und auch für die Polizei einsehbar sein. „Das erinnert fatal an das dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte“, warnt Arnade.

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Dokumentation des ISL-Symposiums auf dem Weltpsychiatrie-Kongress 2017 als Broschüre erhältlich

Cover Broschüre Dokumentation ISL-Symposium auf dem WPA Kongress 2017Berlin, 20. April 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) hat aufgrund der großen Nachfrage die Dokumentation des ISL-Symposiums auf dem Weltpsychiatrie-Kongress 2017 nun als Broschüre veröffentlicht.


Ein Exemplar ist für 1,50 Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich. Zu bestellen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe der Liefer- und Rechnungsadresse.

Die Broschüre dokumentiert das Symposium der ISL auf dem Weltpsychiatrie-Kongress der World Psychiatric Association (WPA) im Oktober 2017. Titel: „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Psychiatrie: Brauchen wir eine neue Psychiatrie-Enquête?“

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Durch Heirat entsteht keine Behinderung – Stellungnahme der ISL zur Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion „Schwerbehinderte in Deutschland“

Zeichnung EheringeBerlin, 18. April 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V: (ISL) stellt zur „Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der AfD an den Deutschen Bundestag“ fest: Alleine durch den Akt des Heiratens oder durch dessen Wiederholung nach einer Scheidung entstehen nach Kenntnisstand der ISL, auch nach Durchführung mehrerer riskanter Selbsttests, keinerlei Behinderungen. Es sei denn, die Teilnehmenden einer Hochzeit stehen im Stau auf der Autobahn und schaffen es nicht rechtzeitig zur Trauung. Dies sind unserer Erkenntnis nach sogenannte Verkehrsbehinderungen. Die AfD fragte, ob durch alleiniges Heiraten (innerhalb von Familien) Behinderungen entstehen.

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Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen sucht Bewerberinnen und Bewerber

Teilnehmer beim Job-Speed-Dating im Bewerbungsgespräch (c) ISL e.V.Berlin, 09. April 2018. Für das Inklusionsprojekt BIRLIKTE sucht die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) bereits zum dritten Mal behinderte Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Migrationshintergrund für das Job-Speed-Dating.
„Mit dieser Veranstaltung können wir einen Erstkontakt zwischen behinderten Jobsuchenden und Unternehmen herstellen. Vorurteile und Hemmnisse behinderte Menschen anzustellen werden bei Unternehmen abgebaut und den Teilnehmenden wird die Chance auf ein Bewerbungsgespräch geboten“, erklärt Alexander Ahrens, Projektreferent der ISL.

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Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Arbeitswelt - Siemens und ISL mit Workshop im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk

Steven Menzel und Britta Ballhause, Vertrauenspersonen für Menschen mit Behinderungen der Siemens AG Niederlassung Berlin BLNBerlin, 27. März 2018. Im Rahmen des Inklusionsprojektes BIRLIKTE veranstaltete die Siemens AG und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) auf dem „Bewerber(innen)tag“ des Annedore-Leber-Berufsbildungswerk (ALBBW) einen Workshop zum Thema „Wie bewerbe ich mich als Mensch mit Behinderung bei Siemens?“.

Der Konzern hat sich den Leitgedanken „Diversity“ (Vielfalt) und Inklusion verpflichtet. Eigens dafür hat Siemens das Portal „Jobs ohne Barrieren“ geschaffen. Interessierte Bewerber*innen mit Behinderungen sollen damit gezielt angesprochen werden.
„Keine Bewerbung von Menschen mit Behinderungen darf in einem Unternehmen untergehen“, betonte Britta Ballhause, Vertrauensperson für Menschen mit Behinderungen der Siemens AG Niederlassung Berlin BLN.

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Halbherzigkeit überwinden

Dr.Sigrid Arnade auf dem Podium (c) Foto Philipp MeinertBerlin, 25. März 2018. Neun Jahre ist es nun schon her, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten ist. Im Hinblick auf die immer noch vielfältigen und zum Teil immer noch neu aufgebauten Barrieren fordern die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und das Netzwerk Artikel 3 die Verantwortlichen im Bund, den Ländern, Kommunen, in Unternehmen und Vereinen auf, endlich die Halbherzigkeit in Sachen Menschenrechte behinderter Menschen zu überwinden.

"Viel zu oft wurde in den letzten neun Jahren die Politik des 'Ja, aber' betrieben. Schöne Reden, so dass man denkt, die unmissverständliche Botschaft der UN-Behindertenrechtskonvention wäre verstanden worden, aber wenn man dann genau hinschaut, werden die ausgrenzenden Strukturen nun minimal geändert oder durch neue bürokratische Hürden wieder gestärkt", erklärte Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3. Dabei sei es unbestritten, dass die Suche nach politischen Kompromissen in einer Demokratie nicht leicht ist und zum politischen Prozess dazu gehöre, aber Menschenrechte dürften dabei nicht in Frage gestellt, bzw. weiter mit Füßen getreten werden.

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Das ZsL Stuttgart sucht ab sofort mehrere Kolleg*innen zur Verstärkung in der Beratungsstelle

Logo Zentrum selbstestimmt Leben StuttgartStuttgart. Das Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart e.V. (ZsL Stuttgart) sucht ab sofort mehrere Mitarbeiter*innen in der Beratungsstelle (auch für die Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung).

Die genaue Stellenausschreibungen können Sie unten im Anhang herunterladen.

Bitte teilen Sie gerne diese Anzeige.

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Tatort von Heimbetreibern gesponsert?

Tatort-Symbol mit Geldbündel (c) ISL e.V.Berlin, 12. März 2018. Wurde der Tatort aus Bremen, den die ARD gestern Abend (11. März 2018) ausstrahlte und bei dem es um Probleme in der ambulanten Pflege ging, von Heimbetreibern gesponsert? Dieser Verdacht drängt sich nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) auf, denn die pflegenden Angehörigen wurden mehrfach mit der Frage konfrontiert, ob ein Heimplatz nicht die bessere Alternative sei.

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Rolle vorwärts in die Inklusion – Werksbesichtigung mal anders

Fotocollage Werksbesichtigung Papierfabrik (c) ISL e.V.Berlin, 08. März 2018. Die Papierfabrik NK Paper im Berliner Stadtteil Neukölln zeigt sich nach einem Treffen mit zehn Auszubildenden des Annedore-Leber-Berufsbildungsw​erks (ALBBW) offen für Praktikumsangebote und Quereinsteiger*innen in der Produktion.


Den Besuch bei NK Paper, wo spezielles Tapetenpapier und Kaffeefilter produziert werden, hatte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL im Rahmen ihres Inklusionsprojektes BIRLIKTE organisiert.

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Digitale Barrierefreiheit - Die Zeichen der Zeit nicht erkannt

Vorderrad eines Rollstuhls steht auf einer Tastatur (c) ISL e.V.Berlin, 07. März 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL hat in ihrer Stellungnahme zum Entwurf zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen die laschen und minimalistischen Bedingungen für solch ein bedeutendes Thema in unserer Gesellschaft kritisiert und wirft dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vor, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben.

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Ausstellungseröffnung „....plötzlich gestorben – NS-Rassenhygiene 1933-1945“

AusstellungstafelAnsbach, 08. März 2018. Die „Rassenhygiene“ gehörte zu den zentralen Elementen der nationalsozialistischen Weltanschauung. Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, aber auch sozialer Auffälligkeit galten nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten als „rassisch minderwertig“. Hundert-tausende Frauen, Männer und Kinder wurden zwischen 1933 bis 1945 ermordet oder zwangsweise sterilisiert. Allein durch die „Aktion T4“ kamen zwischen 1940 bis 1941 rund 70.000 Menschen in Gasmordanstalten ums Leben.

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Sind wir besonders? Stärkung von Selbstvertretungsorganisationen in der gesundheitlichen Selbsthilfe

Porträt Eva Buchholz (c) ISL e.V.Berlin, 07. Februar 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL schreibt mehrere Plätze zur Teilnahme im aktuellen Projekt „Lernort Selbsthilfe“ aus.
Das Projekt soll Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen bzw. Beeinträchtigungen (chronischer Erkrankung, Psychiatrieerfahrung, etc.) darin stärken, ihre Ressourcen in der gesundheitlichen Selbsthilfe besser zur Geltung zu bringen. „Selbstvertretungsorganisationen machen nämlich häufig die Erfahrung, anders als ‚traditionelle‘ Selbsthilfegruppen oder -organisationen, manchmal nicht so richtig ‚reinzupassen‘ oder dazuzugehören. Das ergibt dann Schwierigkeiten, wie mangelnde Chancen der Beteiligung in gesundheitspolitischen Kontexten oder ganz konkret bei der Beantragung von Fördermitteln. Dabei haben Selbstvertretungsorganisationen und ihre Mitglieder ganz besondere Stärken, und sie engagieren sich sehr wohl mit gesundheitsbezogenen Themen“, so Projektreferentin Eva Buchholz.

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Ohne Barrierefreiheit und persönliche Assistenz keine Selbstbestimmung

Zeichnung: Assistenz Mensch im Rollstuhl sucht sich Assistenten selber ausBerlin, 23. Januar 2018. Im Entwurf zu Pflegeberatungs-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes spielen Barrierefreiheit und persönliche Assistenz keine Rolle, kritisiert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. (ISL) in ihrer Stellungnahme. Beide Konzepte stellen jedoch die Eckpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen dar. „Es muss sichergestellt werden, dass die Beratung barrierefrei zugänglich ist und durchgeführt wird. Dabei muss auf die Beeinträchtigungen der Ratsuchenden individuell eingegangen werden“, fordert Matthias Vernaldi, Sprecher für Persönliche Assistenz und Persönliches Budget.

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Abschaffen, Streichen und Nachbessern. Drei Kernforderungen der ISL-Klausurtagung an die sich formierende Bundesregierung.

Teilnehmer*innen auf der Klausutagung der Interessenvertretung Selbstbestimmt LebenBerlin, 15. Januar 2018. Die vom UN-Fachausschuss kritisierten Menschenrechtsverletzungen an behinderten Menschen in Deutschland müssen von der sich formierenden Bundesregierung unbedingt unterbunden werden. Entsprechende Maßnahmen sind in einem Koalitionsvertrag zu verankern, fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. zum Abschluss ihrer dreitägigen Klausurtagung.

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Echte Selbstbestimmung und Partizipation sehen anders aus

Porträt Matthias VernaldiBerlin, 8. Januar 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. befürchtet zunehmende Probleme, wenn Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Dieses werde nicht nur durch die unzureichenden gesetzlichen Bestimmungen erschwert, sondern zusätzlich durch Regelungen, die nach Auffassung des GKV-Spitzenverbandes und der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) greifen sollen, wenn gleichzeitig Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege zu erbringen sind.

In ihrer Stellungnahme zu den Vorstellungen von GKV und BAGüS kritisiert die ISL das fehlende Wahlrecht der Leistungsberechtigten hinsichtlich der Leistungserbringer. „In der Praxis wäre das fatal“, schreibt Matthias Vernaldi, ISL-Sprecher für Persönliche Assistenz und Persönliches Budget.

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Dokumentation des ISL-Symposiums auf dem Weltpsychiatriekongress erschienen – Psychiatrie-Enquête in der neuen Legislatur dringend geboten!

Podium und Publikum auf dem Weltpsychiatriekongress 2017 (c) Franziska VuBerlin, 5. Januar 2018. „Die Einrichtung einer neuen Psychiatrie-Enquête ist dringend geboten“, so die gesundheitspolitische Referentin der ISL, Eva Buchholz, anlässlich der heutigen Veröffentlichung einer Dokumentation des ISL-Symposiums auf dem Weltpsychiatriekongress der World Psychiatric Association (WPA) im Oktober 2017.

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL hatte auf dem Kongress die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit Blick auf die menschenrechtlichen Probleme in der Psychiatrie thematisiert. Im Mittelpunkt stand dabei sich aus der UN-BRK ableitender, notwendiger Reformbedarf sowie die Forderung einer neuen Psychiatrie-Enquête (einer vom Deutschen Bundestag einzusetzenden unabhängigen Untersuchungskommission).

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Stellenausschreibungen des ZSL Nord e.V.

Logo Zentrum Selbstbestimmt Leben NordDas ZSL Nord e.V. schreibt zwei Stellen für die Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung (EUTB) für Anfang Januar 2018 aus. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2017. Siehe Anhänge als Download.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (ZSL Nord-stellenausschreibung_sozialpädagige_final.pdf)ZSL Nord Stellenausschreibung Berater/Beraterin[ZSL Nord Stellenausschreibung Berater/Beraterin]179 kB
Diese Datei herunterladen (ZSL Nord-stellenausschreibung_verwaltungskraft_final.pdf)ZSL Nord Stellenausschreibung Verwaltungsfachkraft (m/w)[ZSL Nord Stellenausschreibung Verwaltungsfachkraft (m/w)]179 kB

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"Wir sind bunt, frech, mutig und laut!"

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Zweites Job-Speed-Dating für behinderte Menschen zeigt wieder, dass Menschen mit Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden.

Fotocollage vom Job-Speed-DatingBerlin, 13. Dezember 2017. Menschen mit Einschränkungen werden auf dem Arbeitsmarkt benötigt, das zeigt das zweite Job-Speed-Dating der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL). Heute haben sieben Arbeitgeber*innen die Möglichkeit genutzt, mit zehn behinderten Bewerber*innen mit und ohne Migrationshintergrund in Kontakt zu treten und sich bei beiderseitigem Interesse zu einem Bewerbungsgespräch zu verabreden.

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Wissen ausbauen, Selbstbestimmung stärken – Großes Interesse an der juristischen Fortbildung zum Bundesteilhabegesetz

Rheinsberg. „Wissen ausbauen und Selbstbestimmung stärken,“ so sieht es die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) und veranstaltete eine juristische Fortbildung zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) vom 24. bis 26. November 2017 in Rheinsberg. Anlass ist die ab 2018 startende „Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung“ (EUTB).
„Nur wer seine Rechte kennt, kann ein selbstbestimmtes Leben effektiv einfordern,“ ermutigt Dr. Sigrid Arnade (ISL-Geschäftsführerin) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der BTHG-Fortbildung, welche durch den Partizipationsfonds ermöglicht wurde. Dieser wurde mit der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes im Sommer 2016 eingeführt und soll die politische Partizipation von Selbstvertretungsorganisationen stärken.

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Chance nutzen – Wahlrecht für alle

Wahlzettel ankreuzenBerlin, 22. November 2017. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL appelliert an die Bundestagsabgeordneten, die Hängepartie bei der Regierungsbildung zu nutzen, um die völkerrechtswidrigen Wahlrechtsausschlüsse behinderter Menschen abzuschaffen. „Immerhin werden rund 85.000 Menschen mit Behinderungen allein aufgrund ihrer Beeinträchtigung von Bundestagswahlen ausgeschlossen,“ erklärt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Jetzt gibt es aber die Gelegenheit, diesen unhaltbaren Zustand zu beenden und Entscheidungen ohne Koalitionszwang nach dem besten Wissen und Gewissen aller Abgeordneten zu treffen“. Ähnlich wie die „Ehe für alle“ kurz vor der Wahl ohne Koalitions- und Fraktionszwang ermöglicht wurde, könnten laut Arnade die Abgeordneten jetzt dafür sorgen, dass endlich auch allen behinderten Menschen das Wahlrecht zugestanden wird.

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Starkes Interesse an ISL-Weiterbildungsangebot CASCO

Teilnehmende eines Workshops sitzen an Tischen (c) ISL e.V.Erkner, 03. November 2017. „Das Interesse am Weiterbildungsangebot CASCO der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) ist so stark und die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber so hoch, dass wir die Jahrgänge 2018 und 2019 füllen können werden, ohne eine weitere Ausschreibung zu veröffentlichen“, erklärt Grit Kühlborn, ISL-Projektreferentin.
Bei der ersten Weiterbildungsveranstaltung des Projektes CASCO – vom Case zum Coach, die vom 1. bis 3. November in Erkner bei Berlin stattfindet, werden 16 Teilnehmer*innen mit Behinderung für eine menschenrechtsbasierte Behindertenpolitik zu Referent*innen qualifiziert. Damit können diese später für Fort- und Weiterbildungen in Einrichtungen behinderter Menschen oder Trägern der Rehabilitation tätig sein und wirkungsvoll das Thema Selbstbestimmung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einbringen.

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Die Selbstbestimmt Leben UG ist geboren

Logo SLUG, in der Mitte rotes Dreieck mit geschwungenen schwarzen Strichen umgeben (c) SLUGBerlin, 19. Oktober 2017. Zum 27. Jahrestag der Gründung der Interessenvertretung Selbstbestimmt in Deutschland e.V. (ISL) hat die ISL eine Tochter bekommen: Das Kind trägt den Namen "Selbstbestimmt Leben UG" - kurz SLUG, eine GmbH, die gerade ins Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin eingetragen wurde: „Hauptaufgabe der SLUG ist die Mitarbeit in der Fachstelle Teilhabeberatung (FTB), die sich gerade im Aufbau befindet“, so H.-Günter Heiden, Geschäftsführer der neuen Unternehmergesellschaft. „Aber auch andere Bereiche, die das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen fördern, sind in Zukunft denkbar.“

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Psychiatrie-Enquête now!

Berlin. Die anhaltenden menschenrechtlichen Beschwerden von Psychiatrie-Betroffenen, Psychiatrie-Erfahrenen und ihrer Verbände verlangen nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL), eine neue Psychiatrie-Enquête einzurichten. „Diese muss im Gegensatz zur Enquête der 1970er Jahre zwingend den Sachverstand und die Erfahrungen der Betroffenen und Angehörigen einbinden,“ forderte die Referentin für Gesundheitspolitik der ISL, Eva Buchholz, auf dem Weltpsychiatriekongress der WPA in Berlin.
Dort führte die ISL am 10. Oktober 2017 ein Symposium durch. In drei Vorträgen (von Eva Buchholz – ISL e.V., Margret Osterfeld – APK e.V. und Thomas Künneke – Kellerkinder e.V.) und der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Psychiatrie diskutiert und die Notwendigkeit einer neuen Enquête (einer vom Deutschen Bundestag einzusetzenden unabhängigen Untersuchungskommission) formuliert.

Fotocollage: ISL Symposium auf dem WPA 2017 mit Eva Buchholz, Sigrid Arnade, Margret Osterfeld und Thomas Künneke (c) Franziska Vu

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"Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber!" anlässlich des 17. Weltkongress der Psychiatrie in Berlin

Bildcollage mit Rednern von der BPE Demo vor dem Messegelände in Berlin (c) Eva Buchholz, ISL e.V.Berlin, 09. Oktober 2017. „Die UN-Behindertenrechtskonvention muss überall gelten, auch in der Psychiatrie,“ so fordert es die Sprecherin der Liga Selbstvertretung und ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade auf der Kundgebung des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) anlässlich des 17. Weltkongress der Psychiatrie in Berlin.
Der BPE möchte mit seiner „Demonstration für Menschenrechte und gegen Zwang und Gewalt in der Psychiatrie“ auf die Verstöße gegen Menschenrechte aufmerksam machen.

Es bestehen immer noch erhebliche Defizite im Umgang mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die Verantwortlichen bleiben bislang untätig.
„Selbstbestimmung bedeutet, selbst zu bestimmen und dabei eine Wahlmöglichkeit zu haben. Aber genau das wird Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen häufig verwehrt, weil sogenannte Expertinnen und Experten meinen, Bescheid zu wissen und über andere Menschen bestimmen zu dürfen. Damit muss endlich Schluss sein,“ empört sich Arnade.

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Echte Chancen, statt Showeffekte!

Porträt Sigrid Arnade mit Mikrofon (c) ISL e.V.Berlin. Den Aktionstag „Schichtwechsel“ am 12. Oktober sieht die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) kritisch, weil sie befürchtet, dass hier die Realitäten vertuscht werden. Der Aktionstag wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) und den Berliner Werkstatträten (BWR) initiiert. Hier tauschen Mitarbeitende aus Berliner Unternehmen mit Beschäftigten aus Werkstätten für behinderte Menschen für einen Tag den Arbeitsplatz. Die ISL erwartet von allen Beteiligten aus Politik und Wirtschaft (u.a. Sozialsenatorin Elke Breitenbach), die diesen Tag in einer WfbM verbringen werden, dass sie genau hinschauen und sich nicht blenden lassen.

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Menschenrechte in den Mittelpunkt stellen!

Grafik zeigt eine Gruppevon stehenden Menschen die einen Rollstuhlfahrer ausgrenzenBerlin. Für die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) ist es angesichts des Wahlergebnisses bei der Bundestagswahl wichtiger denn je, die Menschenrechte in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Dies gelte insbesondere auch für die Behindertenpolitik, denn die Geschichte habe leider gelehrt, dass behinderte Menschen sehr schnell Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden können und in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens heute immer noch sind.

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Umsetzung der UN-BRK in der Psychiatrie:

Brauchen wir eine neue Psychiatrie-Enquête?

Eva Buchholz mit Plakat: Nichts über uns ohne uns! (c) Franziska VuVom 8. bis zum 12. Oktober 2017 findet in Berlin der 17. „Weltpsychiatriekongress“ der World Psychiatric Association (WPA) statt, organisiert und durchgeführt von der deutschen psychiatrischen Fachgesellschaft DGPPN. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL ist im Kongressprogramm mit einem eigenen Symposium beteiligt (Chair: Eva Buchholz, Co-Chair: Dr. Sigrid Arnade). Am 10. Oktober 2017, im deutschsprachigen Programmteil des Kongresses, thematisiert sie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Psychiatrie und fragt: „Brauchen wir eine neue Psychiatrie-Enquête?“ In drei Einzelvorträgen sowie einer anschließenden Diskussion mit dem Publikum und Vertreter*innen aus der Politik (angefragt) werden menschenrechtliche Probleme in der Psychiatrie und die bislang mangelhafte Umsetzung der Vorgaben aus der UN-BRK diskutiert. „Die UN-BRK wurde von Deutschland ratifiziert, in Kraft ist sie seit 2009, sie stellt geltendes Recht dar und muss nun endlich auch in der Psychiatrie umgesetzt werden“, so Eva Buchholz, gesundheitspolitische Referentin der ISL. „Es gibt nach wie vor gravierende menschenrechtliche Probleme in der psychiatrischen Versorgung. Diese müssen endlich angegangen werden!“ Darauf hat auch der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderung hingewiesen, der in seinen Abschließenden Bemerkungen zum ersten Staatenbericht Deutschlands 2015 eine menschenrechtsbasierte Überprüfung psychiatrischer Dienstleistungen angemahnt hat.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Flyer_Demo für Menschenrechte u gegen Zwang u Gewalt in der Psychiatrie.pdf)Flyer des BPE zur Demo[ ]2211 kB
Diese Datei herunterladen (ISL-Symposium auf WPA-Kongress_10.10.2017.pdf)Flyer zum ISL-Symposium[ ]769 kB

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