Behinderte Schiffsreisende berücksichtigen

Porträt von Siim Kallas (C) EU-KommissionDie Katastrophe des Kreuzfahrtschiffes  „Costa Concordia“ vor der Insel Giglio hat nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) gezeigt, dass insbesondere mobilitätsbeeinträchtigte Personen, aber auch Passagiere mit anderen Einschränkungen bei Evakuierungssituationen Gefahr laufen, nicht rechtzeitig von Bord zu kommen: „Der zuständige EU-Kommissar Siim Kallas (siehe Foto) hat daher vor wenigen Tagen angesichts dieser Tragödie den Erlass schärferer Evakuierungsbestimmungen angekündigt“, berichtet der verkehrspolitische Sprecher der ISL, Stefan Krusche. “Es wird vor allem wichtig sein, dass insbesondere den Bedürfnissen älterer und behinderter Passagiere viel mehr Priorität eingeräumt wird, als es bis jetzt der Fall ist.“

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Pfiffige Teilhabe-Sprüche gesucht

THSG-BannerDie Kampagne der Bundesregierung "Behindern ist heilbar!" wird von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) begrüßt, da sie den ersten Schritt hin zu einem anderen Behinderungsbegriff darstellt. Deshalb hat die ISL beschlossen, sich mit eigenen Texten an der Kampagne zu beteiligen. Dazu ruft die ISL zur Einsendung von kurzen knackigen und humorvollen Sprüchen auf, die sich auf die Schaffung eines Gesetzes zur Sozialen Teilhabe beziehen.

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Breites Bündnis der Zivilgesellschaft für UN-Bericht

brk-SchriftzugIn Berlin hat sich am 19. Januar ein breites Bündnis von Organisationen der Zivilgesellschaft, die „BRK-Allianz“ gegründet. Diese Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, den ersten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durch einen „Parallelbericht“ kritisch zu kommentieren. „Der Staatenbericht erweckt den Eindruck, dass es in Deutschland keinen  Umsetzungsbedarf zur Konvention gibt und dass für behinderte Menschen alles zum Besten geregelt sei. Die Verbände in diesem Bündnis werden jedoch dafür sorgen, dass dieser Anschein mit sachlich fundierten Aussagen korrigiert wird“, sagte Sigrid Arnade, eine der beiden SprecherInnen der Allianz.

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Fernbus - Gesetz am 19. Januar im Bundestag

Porträt von Stefan Krusche (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) appelliert an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, sich für klare Regelungen zur Barrierefreiheit von Fernbussen einzusetzen: "Busreisen innerhalb Deutschlands und möglichst in ganz Europa müssen für behinderte Menschen technisch und wirtschaftlich möglich sein. Weitere Verzögerungen verstoßen gegen Wortlaut und Geist der UN – Behindertenrechtskonvention“, kritisiert Stefan Krusche, tourismuspolitischer Sprecher der ISL. Am Donnerstag, dem 19. Januar, wird der Gesetzentwurf zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes in 1. Lesung im Bundestag beraten.

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Neuer Schwung für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe

Gruppenbild der ISL-Klausur (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) will das kommende Jahr nutzen, um die Kampagne für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe mit neuem Leben zu erfüllen. Dies wurde auf der ISL-Klausur am Wochenende in Berlin beschlossen, an der auch einige der bisherigen Unterstützerverbände ForseA, Deutscher Blinden und Sehbehindertenverband (DBSV) und Mobil mit Behinderung (MMB) teilnahmen.

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Persönliches Budget - Beratungshotline auch 2012

pbhotline_logoDie Hotline der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zum Persönlichen Budget ist auch im Jahr 2012 weiter zu erreichen. Bei der Hotline können hier behinderte Menschen, ihre Angehörigen sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Organisationen und Institutionen zum Thema "Rund um das Persönliche Budget" qualifizierte Informationen bekommen.

Betreiber der Hotline ist ein Verbund von Zentren für selbstbestimmtes Leben in Jena, Mainz, Regensburg und Kassel. Alle Berater und Beraterinnen sind selbst behindert und haben viel Erfahrung bei der Beantragung von Hilfen für behinderte Menschen bei Behörden. Die Koordination der Hotline liegt in den Händen von Elke Metzner vom Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben.

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Gerd Oberheid (1950 – 2011) ist tot

Gerd Oberheid (c) ISL e.VDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) trauert um Gerd Oberheid, der nach schwerer Erkrankung Anfang November in Leipzig beigesetzt wurde. Der Architekt Oberheid war Vorstandsmitglied im ZSL Leipzig und Beiratsmitglied der ISL für barrierefreies Bauen. Als Mitglied der Architektenkammer Sachsen hat Oberheid im Jahr 2003 den Arbeitskreis „Barrierefreies Planen und Bauen“ ins Leben gerufen. In diesem Arbeitskreis und bei all seinen anderen Aktivitäten engagierte er sich leidenschaftlich dafür, dass barrierefreies Bauen keine „Randgruppenarchitektur“ ist, sondern allen Menschen dient.

Für die ISL wirkte Oberheid zuletzt an einer Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit im Beherbergungs- und Gastronomiebereich mit, die die bisherige Zielvereinbarung aus dem Jahr 2005 ergänzte. „Wir haben Gerd Oberheid als wichtige Stütze in allen Fragen des barrierefreien Bauens geschätzt“, so ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Seine freundliche Art und sein humorvolles Auftreten werden uns fehlen.“

Potenziale statt Defizite - Sichtweise auf behinderte Fachkräfte muss sich ändern!

Porträt von Susan Scott-Parker (c) British CouncilDie allgemein verbreitete Defizit-Sichtweise bei der Beschäftigung behinderter Fachkräfte muss abgeschafft und durch eine Potenzial-Sichtweise ersetzt werden. Dies war das Fazit einer gemeinsamen Fachtagung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und des British Council Deutschland in Berlin.  Eine der Hauptreferentinnen des Fachgesprächs „Neue Wege in Zeiten des Fachkräftemangels – Die Initiative Job-Win-Win“ war Susan Scott-Parker. Sie ist die Gründerin und Geschäftsführerin des „Employers’ Forum on Disability“, einem britischen Arbeitgebernetzwerk, das bereits seit 1986 erfolgreich arbeitet und derzeit 400 Mitglieder umfasst.

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30 Jahre Krüppeltribunal: Menschenrechtsperspektive schärfen!

Porträt von Sigrid ArnadeAnlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), den Blick auf die alltäglichen Menschenrechtsverletzungen in Deutschland zu schärfen: „Wenn behinderte Menschen immer noch gegen ihren Willen in Einrichtungen wohnen müssen oder wenn sie keine ausreichende Assistenz zur gesellschaftlichen Teilhabe erhalten, dann sind dies gravierende Menschenrechtsverletzungen, die schnellstmöglich abgestellt werden müssen“ betont ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade.

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ISL übermittelt Bericht an UN-Anti-Folter-Ausschuss

UN-LogoDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat dem UN-Fachausschuss gegen Folter (Committee against Torture – CAT) eine Stellungnahme aus der Sicht behinderter Frauen und Männer übermittelt. Anlass ist die Prüfung des deutschen Staatenberichts am 4. November in der 47. Sitzung des Ausschusses in Genf. Die „UN-Konvention gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe“ wurde 1984 von den Vereinten Nationen verabschiedet ist seit dem 31. Oktober 1990 in Deutschland in Kraft.

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Potenziale behinderter Fachkräfte entdecken!

Job-win-win-LogoDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und das British Council Deutschland wollen auf die oft vergessenen Potenziale behinderter Fachkräfte aufmerksam machen. Am 8. Dezember findet deshalb in den Räumen des British Council am Berliner Alexanderplatz das Fachgespräch „Neue Wege in Zeiten des Fachkräftemangels – Die Initiative Job-Win-Win“ statt. Diese Initiative hat sich die Bildung eines Mentoren-Netzwerkes zur Schaffung von mehr Vielfalt in kleinen und mittleren Unternehmen, sogenannten KMUs, zum Ziel gesetzt: „Unternehmen, die bereits gute Erfahrungen mit der Einstellung behinderter Fachkräfte gemacht haben, sollen andere Unternehmen davon überzeugen, wie sinnvoll eine solche Personalpolitik ist“, betont die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Wir wollen damit den Peer-Effekt einmal auf eine ganz andere Weise nutzen.“

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ISL: Behindertenrechtskonvention erfordert sofortige Gesetzesänderungen

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. fordert den Deutschen Bundestag auf, den Kostenvorbehalt im § 13 des SGB XII zu streichen. „Das ist eine zwingende Konsequenz aus der gestrigen Anhörung zum Nationalen Aktionsplan zur Behindertenrechtskonvention,“ sagt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade, die als Expertin an der Anhörung vor dem Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales teilnahm. Nahezu alle geladenen ExpertInnen hätten deutlich gemacht, dass der Kostenvorbehalt den Vorgaben der Behindertenrechtskonvention (BRK) widerspreche, so Arnade.

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Leichte Sprache: Übersetzen ist gut – prüfen ist besser!

Das Foto zeigt die TeilnehmerInnen des Pilotkurses (c) ISL e.V.Am Wochenende haben sich Prüferinnen und Prüfer für Leichte Sprache in Kassel zu einem Pilotkurs getroffen. Dieser Kurs besteht aus insgesamt drei Teilen und wird im Oktober und Dezember fortgesetzt. Die Teilnehmenden reisten aus Bremen, Berlin, Osnabrück, Main -Taunus, Mainz und Gerolstein an. Die Trainerinnen und Trainer kamen von Mensch zuerst und vom Bremer Büro für Leichte Sprache.

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Gesundheitsdienstleistungen ohne Barrierefreiheit?

Porträt von Barbara Stötzer-Manderscheid (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die geplante Neuregelung von Zulassungsempfehlungen für Leistungserbringer von Heilmitteln als unzureichend kritisiert: „Die Absicht des GKV-Spitzenverbandes, diese Zulassungsbedingungen zu vereinheitlichen und eine qualitätsgesicherte Versorgung mit Heilmitteln zu gewährleisten, sind nur im Grundsatz zu begrüßen“, so Barbara Stötzer-Manderscheid, gesundheitspolitische Sprecherin der ISL. „Die geplanten Änderungen sind aus unserer Sicht jedoch vollkommen unzureichend, da sie sich nicht an den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention orientieren und Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend einbeziehen.“

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Sechs statt 24! ISL kritisiert Förderbestimmungen der Aktion Mensch

Diskussion auf der MV in Mainz (c) ISL e.V.Die Mitgliederversammlung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat am Wochenende in Mainz die Aktion Mensch aufgefordert, die 24-Plätze-Regel in ihren Förderbestimmungen durch eine Sechser-Regel zu ersetzen. In der 24-Plätze-Regel wird festgelegt, dass bei Anträgen zur Investitionsförderung keine Einrichtung gefördert wird, die mehr als 24 Plätze im Wohnbereich aufweist: „Auf den ersten Blick erscheint es als Fortschritt, keine Großeinrichtungen mehr zu finanzieren“, betonte Vorstandsmitglied Michael Gerr. „In der Praxis wird diese Bestimmung jedoch so ausgelegt, dass sich 24 Plätze als wünschenswert verfestigen und dies auch noch als konform mit der UN-Behindertenrechtskonvention betrachtet wird.“

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Einheitlicher Standard für schulische Inklusion erforderlich

Michael Gerr mit Transparent auf dem Freedom-Drive (c) ISL e.V. Nach dem Schulbeginn in allen Bundesländern zieht Michael Gerr, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eine ernüchternde Bilanz in Sachen schulische Inklusion: „Die Vielstaaterei in der Bildungspolitik führt dazu, dass die Umsetzung des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention auf sehr unterschiedliche Weise angegangen wird" kritisiert Gerr, der gerade am Freedom Drive in Straßburg teilnimmt. "Für den einzelnen gibt es keine Rechtssicherheit und es mangelt an einer bundeseinheitlichen Richtlinie, die einen einheitlichen Standard für die gemeinsame Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern schafft.“

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Behindert - Was darf ich werden?

Melanie Reifenberg bei ihrer Arbeit im Kindergarten (c) WDREin WDR-Film über Werkstätten, die „freie Berufswahl“ und das Persönliche Budget

Wie etablierte Institutionen die Umsetzung der freien Berufswahl behindern, zeigt der WDR-Film „Behindert - Was darf ich werden?“ am Montag, dem 19. September. Ein Jahr lang hat die Düsseldorfer Journalistin Renate Günther-Greene in einer TV-Dokumentation für die WDR-Sendereihe "die story" zwei Jugendliche begleitet. Der Film demonstriert die Verfehlungen des Systems in der Umsetzung des Rechts auf freie Berufswahl und macht Hoffnung auf Veränderung, unter anderem durch das Persönliche Budget.

 

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Bedient die FDP ihr Klientel zu Lasten Pflegebedürftiger?

Porträt von Uwe Frevert (c) ISL e.V.Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat der "Bild"-Zeitung gesagt, die Koalition wolle "die Pflegeversicherung um eine so genannte kapitalgedeckte Säule ergänzen." Uwe Frevert, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben (ISL) in Deutschland sagt in einem Gastkommentar,  für kobinet, warum er gegen eine Beitragserhöhung der Pflegeversicherung ist. Hier sein Beitrag:

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Chronik eines angekündigten Rechtsbruchs

Foto von H.- Günter Heiden (c) Rolf BarthelEin Kommentar zur geplanten „Liberalisierung“ des Fernbusverkehrs

von H.- Günter Heiden (ISL)

CSU-Verkehrsstaatssekretär Andreas Scheuer (36) liebt kernige Sprüche: „Sagen was man denkt und tun, was man sagt“ – so stellt er auf seiner Homepage den Leitsatz für sein tägliches Handeln dar. Eindeutig rechtsbrechendes Handeln hat er für Mittwoch, den 3. August angekündigt: Dann nämlich soll im Bundeskabinett eine Novelle zum Personenbeförderungsgesetz durchgewunken werden. Der befremdliche Inhalt: Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs ab 2012 ohne barrierefreie Fernbusse, vorausgesetzt Bundestag und Bundesrat stimmen im Herbst zu.

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Blickpunkt Japan – die Unterstützungskampagne geht weiter

Das Foto zeigt eine Behelfswohnung in einer Turnhalle (c) DPI JapanDie Fußball-Frauen aus Japan sind mit ihrem Weltmeistertitel zurück in ihrer Heimat und haben dem Land ein Signal der Hoffnung und des Durchhaltewillens mitgebracht. Gleichzeitig leben nach Presseberichten immer noch rund 99.000 Menschen in Japan evakuiert in Containern oder Turnhallen (siehe Foto), darunter auch viele Menschen mit Behinderungen. Für sie werden neue, geeignete Unterkünfte gesucht. Falls dies nicht möglich ist, erhalten sie Rechtsbeistand beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Wohnungen.

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Spende für den Bundesverband ISL

Porträt von Tanja Frehse (c) Tanja FrehseDie Schauspielerin Tanja Frehse spielt die Rolle der Maria Stadler in der Fernsehserie "Lindenstraße" äußerst engagiert. Sie hat sich beim Perfekten Promi Dinner, das am 10. Juli 2011 vom Sender VOX ausgestrahlt wurde, nicht nur als Köchin ausgezeichnet, sondern auch dafür gesorgt, dass ein Teil des Gewinns dem Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. - ISL zugute kommt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Tanja Frehse u.a. über ihre Beweggründe für diese Spende:

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ISL befürchtet zunehmenden Selektionsdruck durch PID – Entscheidung

Porträt von Rebecca Maskos (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die heutige Entscheidung des Bundestages für eine „begrenzte Zulassung“ der Präimplantationsdiagnostik (PID) scharf kritisiert und verweist dazu auf die Erfahrungen mit der Pränataldiagnostik (PND): „Die BefürworterInnen des heute verabschiedeten Antrages wollen eine Anwendung nur in Ausnahmefällen vorsehen“, stellt Rebecca Maskos vom bioethischen Forum der ISL fest. „Schaut man sich jedoch die Entwicklung der Pränataldiagnostik an, die während ihrer Anfangszeit auch nur als Diagnostik für `Sonderfälle´ gedacht war, so ist diese mittlerweile zum Reihenscreening geworden. Rund 80 Prozent aller Schwangeren gelten mittlerweile als zu untersuchende `Risikoschwangerschaften´, rund 90 Prozent der Schwangerschaften, bei denen es einen Verdacht auf Trisomie 21 gibt, werden abgebrochen“.

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ISL kritisiert Entwurf zum Versorgungsgesetz

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) hat im Rahmen einer Verbändeanhörung in Berlin den Entwurf für ein Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung als „unzureichend, nicht an der UN-Behindertenrechtskonvention orientiert und als Verstoß gegen geltendes Recht“ kritisiert.
„Ich finde ich es absolut unverständlich, dass in einem brandneuen Gesetzesvorhaben keinerlei Bezug zur UN-Konvention hergestellt wird!“, betonte die ISL-Geschäftsführerin, Dr. Sigrid Arnade.

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Appell von ISL und ForseA: Aktionsplan kritisch hinterfragen!

UN-LogoDie Behindertenverbände Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) und Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V. (ForseA) haben die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, den heute vorgestellten und im Bundeskabinett verabschiedeten Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention kritisch zu hinterfragen. In einer gemeinsamen Presseerklärung weisen sie darauf hin, dass grundlegende Menschenrechte von behinderten Frauen und Männern in Deutschland immer noch nicht gewährleistet sind: Etwa dann, wenn eine Einweisung in ein Heim aus Kostengründen gegen den Willen der Betroffenen erfolgt. Dies werde auch nicht durch den heute vorgelegten Aktionsplan abgestellt: „Der Aktionsplan ist ein reines Sammelsurium von Maßnahmen“, betont Gerhard Bartz von ForseA-Vorstand. „Es fehlt ein klares Bekenntnis zum selbstbestimmten Leben und zur Persönlichen Assistenz. Viele Leistungen halten behinderte Menschen in Abhängigkeit und Einkommenarmut.“

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Grüße von Ungewollten an die Giordano-Bruno-Stiftung

Porträt von Barbara Vieweg (c) ISL e.V. Die Ankündigung der Giordano-Bruno-Stiftung, am 3. Juni in Frankfurt Peter Singer wegen seines Eintretens um die Grundrechte für Menschenaffen mit einem Ethikpreis zu ehren, hat scharfe Kritik bei Behindertenverbänden ausgelöst. Für eine Protestaktion hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Statements von Menschen gesucht, die nach Singers Ethik heute nicht gewollt und wahrscheinlich auch nicht am Leben wären, damit dies veröffentlicht und der Stiftung zugesandt werden kann.

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Großes Interesse an Behindertenpolitik: Erfolgreiches ISL-Jugendtreffen

Junge Menschen mit Behinderungen haben - entgegen verbreiteter Vorurteile - großes Interesse an behindertenpolitischen Themen. Das zeigte sich auf dem ersten Jugend-Empowerment-Treffen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), das „ein Erfolg auf ganzer Linie war“, wie die Organisatorin Eileen Moritz betonte. Im brandenburgischen Tagungshaus Gruppenfoto vom Empowerment-Treffen (c) ISL e.V.Preddöhl International trafen sich am vergangenen Wochenende junge Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen. Ihr Motto lautete “be cool, be young, behindert“. Das vielfältige Workshopangebot reichte von Selbstbehauptung und Selbstverteidigung über Reiten, Flirten bis zu überzeugendem Argumentieren in einer Polittalk-Runde. Die Teilnehmenden eines Workshops erkannten beispielsweise, dass es sich bei vermeintlich individuellen Problemen häufig um gesellschaftliche Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen handelt.

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Einhellige Kritik am Aktionsplan der Bundesregierung

UN-LogoDer Referentenentwurf der Bundesregierung zu einem Aktionsplan, der die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen soll, ist im Rahmen einer Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) am Dienstag auf deutliche und einhellige Kritik gestoßen und mit Einschätzungen wie „enttäuschend – dünn – mutlos - Bemühen erkennbar - wir waren schon einmal weiter – noch einmal von vorn“ versehen worden. Neben der Kritik an der überaus kurzen Frist von knapp drei Wochen zur Stellungnahme zu einem 150seitigen Entwurf wurde von den Verbänden vor allem die fehlende menschenrechtliche Perspektive, der Finanzvorbehalt und der Mangel an Maßnahmen im gesetzgeberischen Bereich herausgestellt.

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Barrierefreiheit muss in ARD-Themenwoche wichtige Rolle spielen

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.„Barrierefreiheit“ muss als umfassender Querschnittsaspekt in den Berichten der kommenden ARD -Themenwoche „Der mobile Mensch“ (22. – 27. Mai) eine wichtige Rolle spielen, da sie einen zentralen Aspekt für die Mobilität aller Menschen darstellt. Dies hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) in einem Schreiben an den ARD-Programmdirektor Volker Herres gefordert: „Aus den Veröffentlichungen der ARD haben wir entnommen, dass das Themenspektrum von Mobilität im Berufsalltag und in der Freizeit bis hin zu sozialen Aspekten und Zukunftsvisionen reichen soll“ schreibt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. “Bislang ist aus den uns bekannten Veröffentlichungen der ARD allerdings nicht erkennbar, inwieweit auch der Aspekt der Barrierefreiheit einbezogen wird.“

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Gute Resonanz auf Spendenaufruf für Japan

Bild aus einer Notunterkunft mit fünf Personen im Rollstuhl (c) DPI JapanNach einem ersten Spendenaufruf der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Anfang April sind bereits über 1.800 Euro an Disabled Peoples` International (DPI) Japan überwiesen worden. Der Betrag kommt unter anderem dem Relief Headquarters for Persons with Disabilities of Tohoku-Kanto Great Earthquake zu Gute. Dies ist eine einzigartige Einrichtung und Kontaktstelle, die von der Behindertenbewegung in Japan ins Leben gerufen wurde. Das Angebot für Menschen mit Behinderungen, die von der Erdbebenkatastrophe betroffen sind, reicht von der Evakuierung aus zerstörten Gebieten und der Unterbringung in geeigneten Unterkünften bis zum Rechtsbeistand beim Wiederaufbau.

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Schluss mit Sonntagsreden! – Gesetz zur Sozialen Teilhabe umsetzen!

Porträt von Andreas Vega (c) ISL e.V.Im Rahmen einer Demonstration am 10. Mai unter dem Motto „Rettungsschirme für alle!“ im Berliner Regierungsviertel hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die rasche Umsetzung des Artikels 19 der Behindertenrechtskonvention gefordert: „Von Sonntagsreden haben wir mehr als genug“, betonte Andreas Vega, assistenzpolitischer Sprecher der ISL, als erster Redner auf der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt.

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