Künstliche Beatmung: Stationär vor ambulant. Wunsch- und Wahlrecht für behinderte Menschen erneut in Gefahr

Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus (c) ISL e.V.Berlin, 15. August 2019. Die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, Beatmungspatient*innen außer in Ausnahmefällen nur noch stationär statt ambulant zu behandeln, lehnt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) vollständig ab.

Wer beispielsweise auf Grund einer fortschreitenden Muskelerkrankung auf künstliche Beatmung angewiesen ist und bisher die Unterstützung im Rahmen seiner Assistenz geregelt hat, müsste dann seine häusliche Umgebung verlassen und sich entweder einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim anvertrauen.

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Wir suchen zur Verstärkung im Team der ISL-Bundesgeschäftsstelle eine*n Verbandsreferent*in

Logo der ISL als Wand-Tatoo (c) ISLBerlin, 14. August 2019. Die Bundesgeschäftsstelle der ISL sucht an ihrem attraktiven neuen Standort in Berlin Mitte eine*n Verbandsreferent*in zum 1. Januar 2020.

Weitere Infos und Anforderungen können aus der unten angehängten Stellenausschreibung entnommen werden. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 15. September 2019.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Telefonnummer: 030/4057 -1409

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Singapur Airlines lenkt ein

Dr. Sigrid ArnadeDarwin, Australien 5. August 2019 "Bordrollstuhl verweigert: Huckepack statt Würde". Mit dieser Schlagzeile bereichteten die Medien vom Start des Urlaubs der Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Dr. Sigrid Arnade. Nach dem beschwerlichen Start in den Urlaub und der Beschwerde von Sigrid Arnade bei Singapur Airlines verspricht die Rückreise nun einfacher zu werden. Singapur Airlines hat eingelenkt und wird auf der Rückreise einen Bordrollstuhl zur Verfügung stellen.

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Bordrollstuhl verweigert: Huckepack statt Würde

Sigrid Arnade wird huckepack im Flugzeug zur Bordtoilette getragen (c) privatSingapur, 19. Juli 2019. Singapur Airlines verletzt die Würde behinderter Passagiere, weil trotz Voranmeldung die Mitnahme eines Bordrollstuhls verweigert wird. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL ist fassungslos angesichts des Umgangs dieser renommierten Airline mit ihrer Geschäftsführerin, Dr. Sigrid Arnade, und erwägt rechtliche Schritte. „Singapur Airlines wirbt damit, dass jede Maschine einen Rollstuhl an Bord habe. Dem haben wir vertraut“, berichtet die Geschäftsführerin. „Selbstverständlich gingen wir davon aus, dass dieser Service auch für die regionale Tochter SilkAir gilt, denn von der SilkAir-Website wird man sofort auf die Seite von Singapur Airlines mit den Serviceangeboten geleitet.“

Zwei Wochen vor ihrem Flug nach Australien meldete Arnade ihre Bedarfe an, unter anderem die Notwendigkeit eines Bordrollstuhls, was sie für eine reine Formsache hielt. Dann folgte das böse Erwachen: Auf der Teilstrecke von Singapur nach Cairns, die von SilkAir bedient wird, sei kein Bordrollstuhl vorhanden, hieß es. „Die reine Flugzeit beträgt mehr als sechs Stunden,“ erläutert Arnade. „Vom Toilettenbesuch vorher bis zum Toilettenbesuch hinterher kann man locker mit acht Stunden rechnen. Wie soll das gehen?“ Sie telefonierte und schrieb Mails, aber man antwortete, die Maschine sei zu klein. „Lächerlich“, kommentiert die Geschäftsführerin angesichts einer Boeing 737-800 für über 160 Personen, wobei ein zusammengeklappter Rollstuhl nicht größer als eine mittlere Reisetasche sei.

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GKV-Spitzenverband verhindert Inklusion

Sigrid Arnade mit Mikrofon auf einem Podium (c) IMEW, Foto: Philipp MeinertBerlin, 09. Juli 2019. Alle reden von Inklusion. Alle? Nein, der GKV-Spitzenverband, das ist der Spitzenverband der Kranken- und Pflegekassen, hat eine gegenteilige Richtlinie zur Auslegung des Pflegeversicherungsgesetzes entworfen. „Sollte diese Richtlinie Gültigkeit erlangen, dann werden Kostenträger Menschen mit hohem Assistenzbedarf bald wieder vorschreiben, in Heimen statt in Wohngemeinschaften oder anderen ambulanten Wohnformen zu leben“, kritisiert Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL. Anscheinend sollte der Entwurf ohne großes Aufhebens klammheimlich durchgewunken werden, vermutet Arnade, „denn der Deutsche Behindertenrat wurde in dieser entscheidenden Frage nicht beteiligt“.

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Das ZsL Mainz sucht eine engagierte Verstärkung in der Verwaltung

Logo ZsL MainzDas Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich durch umfassende Beratung, Interessen-vertretung und Dienstleistungen für die Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Der Verein beschäftigt an drei Standorten 34 Mitarbeitende mit und ohne Behinderungen. Für die Hauptgeschäftsstelle in Mainz wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine kaufmännische Verstärkung (m/w/d) im Rahmen von 20 Wochenstunden gesucht. Bewerbungsschluss ist der 19.07.2019.

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Da geht mehr im Angehörigen-Entlastungsgesetz

Porträt Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 26. Juni 2019. Bei der momentanen Rekordhitze und aufkommenden Urlaubszeit könnte leicht untergehen, dass im Bundesministerium für Arbeit und Soziales derzeit an einem Gesetz gebastelt wird, das eine Reihe von Verbesserungen bringen kann, aber auch Chancen für dringend nötige Reformen verstreichen lässt. Es geht um den Entwurf eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltspflichtiger Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe - kurz Angehörigen-Entlastungsgesetz. Ein Referentenentwurf der Bundesregierung liegt hierfür bereits vor. Für die Anhörung am 23. Juli im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) nun ihre Stellungnahme eingereicht und Position bezogen.

"Wir begrüßen die Inhalte des vorliegenden Gesetzentwurfs und bitten dringend darum, bei dieser Gelegenheit die völkerrechtswidrigen Bestimmungen aus dem SGB IX zu eliminieren", so bringt es die Geschäftsführerin der ISL in der Zusammenfassung der Stellungnahme der ISL auf den Punkt.

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Rechtsgutachten: Bahn muss den Ein- und Ausstieg für behinderte Menschen jederzeit und überall ermöglichen

Gesperrt Zeichen Weißer Balken auf rotem Kreis (c) ISL e.V.Berlin, 20. Juni 2019. Durch ein Rechtsgutachten, dessen Entwurf am Dienstag den beteiligten Schlichtungsparteien vorgestellt wurde, sieht sich die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL in ihrem Rechtsanspruch gegen die Deutsche Bahn (DB) in allen Punkten voll bestätigt. Die Schlichtungsstelle BGG hatte das Gutachten als letzte Schlichtungsmöglichkeit bei dem Rechtsanwalt Dr. Oliver Tolmein aus Hamburg in Auftrag gegeben. „Laut Gutachten ist die Deutsche Bahn bei entsprechender Voranmeldung verpflichtet, zu allen Zeiten mit Zugverkehr das Ein- und Aussteigen an allen Bahnhöfen als ´Angemessene Vorkehrung´ zu gewährleisten“, erläutert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Eine Verweigerung erfülle den Tatbestand der Diskriminierung, meint Arnade und beruft sich auf die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG).

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Viel Potential in der Selbstvertretung

Teilnehmende sitzen an Tischen. Ottmar Miles-Paul referiert mit einem Mikrofon in der Hand (c) ISL e.V.Erkner (bei Berlin), 17. Juni 2019. Welches Potential in der Idee der Selbstvertretung behinderter Menschen steckt und wie wichtig diese für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist, das wurde am Wochenende im Bildungszentrum in Erkner bei Berlin sehr deutlich. Beim Seminar unter dem Motto "Deine berufliche Zukunft in der Selbstvertretung", das die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in Kooperation mit der LIGA Selbstvertretung durchführte, entwickelten die Teilnehmer*innen eine Reihe von Projektideen zur Stärkung der Selbstvertretung.

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Gleiche Rechte für alle Bahnreisenden - aus „Bahn für alle“ wird „Barrierefreie Bahn“

Hublift für Rollstühle am Bahnsteig (c) ISL e.V.Berlin, 13. Juni 2019. Für gleiche Rechte für alle Bahnreisenden setzt sich seit einigen Wochen die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) zusammen mit Aktivist Kay Macquarrie aus Kiel und insbesondere für mehr Barrierefreiheit bei der Bahn ein.

Die Seite wurde nun in „Barrierefreie Bahn“ umbenannt. „Mit der Umbenennung wollen wir zukünftig Verwechselungen vermeiden und so den Fokus verstärkt auf eine barrierefreie Bahn legen“, erklärt Aktivist Kay Macquarrie diesen wichtigen Schritt.

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Protest für selbstbestimmtes Leben nach wie vor notwendig

Dr. Sigrid ArnadeAnlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai bekräftigt der Selbstvertretungsverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), dass es 27 Jahre nach dem ersten Protesttag und trotz 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland nach wie vor nötig ist, die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen mit Protestaktionen einzufordern. Angesichts der Tatsache, dass hunderttausende von behinderten Menschen nach wie vor in Sondereinrichtungen zu Bedingungen leben und arbeiten müssen, die nichtbehinderte Menschen niemals freiwillig wählen würden, ruft der Verband all diejenigen, die sich für Menschenrechte und Teilhabe einsetzen, dazu auf, sich an den über 600 Aktionen zu beteiligen, die in verschiedenen Städten Deutschlands stattfinden.

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Behinderung und Job Thema im Deutschlandfunk

Barbara ViewegKöln/Erfurt: "Behinderung und Job: Vielfalt als Teil der Lösung", so lautet der Titel einer Live-Sendung, die der Deutschlandfunk am 2. Mai ab 10:10 Uhr ausstrahlt. Moderiert von Susanne Kuhlmann kommen folgende Studiogäste zu Wort: Eva-Maria Thoms von der Elterninitiative mittendrin e.V., Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrechte und Barbara Vieweg von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Per Hörertelefon: 00 800 – 44 64 44 64 und per E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Link zu weiteren Information und zur Ankündigung der Sendung

Digitale Barrierefreiheit: Bastelanleitung nicht vergessen

Vorderrad eines Rollstuhls steht auf Tastatur (C) ISL e.V.Berlin, 08. April 2019. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) kritisiert die geplante neue Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0), weil künftig anspruchsvolle Bausätze ohne Bastelanleitung verschickt werden. Die einzuhaltenden Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit (sogenannte Anlage 1) soll zukünftig nicht mehr in der BITV 2.0 zu finden sein. Stattdessen soll nur noch auf Amtsblätter der EU verwiesen werden.

„Dies ist nicht hinnehmbar, da sowohl für Anbieter*innen barrierefreier Inhalte als auch für deren Nutzer*innen keine Transparenz mehr gegeben wäre, welchen technischen Standard man wie umsetzen muss. Sollte dies so beschlossen werden, stellt diese Überarbeitung aus Sicht der ISL keine Beseitigung von Barrieren, sondern deren Zunahme dar. Das Thema Digitale Barrierefreiheit wird dadurch zu einem ungeliebten Kind,“ erklärt Alexander Ahrens, Pressesprecher der ISL.

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Behinderte Jurist*innen stellten Vorschläge vor

FbJJ auf dem Podium  v.l.n.r. Jürgen Dusel (Gast) , Horst Frehe, Sigi Arnade (Moderation), Carl-Wilhelm Rößler, Nancy Poser (c) ISL e.V.Berlin, 25. März 2019. Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung von Wahlrechtsausschlüssen von Menschen, die gesetzliche Betreuung in allen Bereichen nutzen oder wegen Schuldunfähigkeit im Strafvollzug sind, ist nach Ansicht des Forums behinderter Juristinnen und Juristen nur ein Beispiel dafür, welcher gesetzliche Handlungsbedarf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch besteht. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Konvention am 26. März 2009 in Deutschland hat das Forum im Vorfeld des Jubiläums Vorschläge für Gesetzesänderungen zur Verwirklichung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen am 25. März in Berlin vorgestellt.

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Stellenausschreibung des bbe e.V. für eine EUTB-Peer-Counseling-Stelle

Logo bbeStellenausschreibung des Bundesverbandes behinderter und chronisch kranker Eltern - bbe e.V. für eine EUTB-Peer-Counseling-Stelle (Teilzeit 50%) im Havelland im Land Brandenburg.

 

Online-Bewerbung bis zum 31.03.2019 möglich. Die Stellenausschreibung kann unten stehend heruntergeladen werden oder steht als Link hier zur Verfügung: EUTB Havelland

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Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitssystem

Zeichnung eines Krankenwagen (c) ISL e.V.Berlin, 18. März 2019. Zu dem letzte Woche verabschiedeten Terminservice- und Versorgungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) endlich einen weiteren Schritt zu einem gleichberechtigten Zugang zum Gesundheitssystem für behinderte Menschen: „Die geplante bundesweite Terminservicestelle muss die Bedarfe der Patient*innen erfragen und an die Arztpraxen weitergeben, damit angemessene Vorkehrungen vorgehalten werden. Nur wenn bei Bedarf eine Gebärdensprachdolmetschung, eine Unterstützung in Leichter Sprache oder eine Anlegerampe vorhanden ist, ist ein Ende der Diskriminierung behinderter Menschen im Gesundheitssystem in Sicht“, erläutert Dr. Sigrid Arnade (ISL-Geschäftsführerin). „Was nützt eine Terminvergabe, wenn ich als Patientin im Rollstuhl nicht in die Praxis hineinkomme?“ fragt sich die Geschäftsführerin.

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Lehre aus 100 Jahren Frauenwahlrecht – Mehr Ungeduld, weniger Bescheidenheit!

Porträt Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 08. März 2019. „Wir müssen ungeduldiger und weniger bescheiden sein. Das sollte uns die Lehre aus den immer noch bestehenden Benachteiligungen von Frauen sein“. So fasst Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL, ihre Gedanken anlässlich des heutigen internationalen Frauentages zusammen, der in Berlin erstmals als Feiertag begangen wird.

„Wir feiern dieser Tage 100 Jahre Frauenwahlrecht, und kürzlich hat das Bundesverfassungsgericht auch den Wahlausschluss behinderter Menschen für verfassungswidrig erklärt.“ Hier sieht Arnade Parallelen zwischen der Frauen- und der Behindertenbewegung. Frauen seien aber längst noch nicht da, wo sie schon vor 100 Jahren hinwollten, denn Männer hätten nach wie vor die weitaus meisten Machtpositionen inne. Daraus könnten behinderte Frauen und Männer nach Ansicht der Geschäftsführerin lernen: „Wir sollten nicht auf die Einsicht der politisch Verantwortlichen hoffen, sondern unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, klare Forderungen formulieren und Durchsetzungsstrategien entwickeln“, empfiehlt Arnade.

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Gratulation an die Deutsche Bahn zum Hattrick

Porträt Horst Frehe (c) ISL e.V.Berlin, 01. März 2019. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL zieht den Hut vor der Deutschen Bahn (DB). Immerhin ist es ihr in den letzten drei Monaten, in denen ISL-Vorstand Horst Frehe als Sprecherratsvorsitzender für den Deutschen Behindertenrat (DBR) unterwegs ist, einmal pro Monat gelungen, ihn sprichwörtlich sitzen zu lassen. Die ISL gratuliert der Deutschen Bahn (DB) zu diesem Hattrick, bei dem es ein Spielender in einer einzigen Halbzeit dreimal schafft, ein Tor zu schießen. Das hat die DB sogar getoppt und den Hattrick bereits im ersten Viertel der Amtszeit von Frehe realisiert.


„Im Dezember 2018 wurde mir durch eine Fahrtunterbrechung von mehr als drei Stunden in der Kälte auf einem Bahnhof die Übernahme der entstandenen Taxikosten von über 500 Euro verweigert. Im Januar dieses Jahres wurde mir der Einstieg von Bremen nach Berlin verwehrt, da um kurz nach 5 Uhr morgens noch kein Personal am Bahnsteig war, das den Hublift bedienen durfte. Und jetzt im Februar wurde mir die Mitnahme trotz zugesagter Anmeldung seitens der DB verweigert, da kein barrierefreies Abteil am Zug vorhanden war und man mir trotz meiner Aufforderung mich einzuladen, die Einstiegsunterstützung bevormundend ablehnte und mich auf dem Bahnsteig hat stehen lassen,“ erläutert Horst Frehe halb wütend, halb bewundernd angesichts der Kreativität der DB.

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Wahlrecht für alle – unsägliche Zauderei beenden!

Porträt Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 22. Februar 2019. Pauschale Wahlrechtsausschlüsse behinderter Menschen sind verfassungswidrig. Auf diesen heute bekannt gewordenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts reagiert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL mit Freude und Erleichterung: „Wir begrüßen den Beschluss der Karlsruher Richter und fordern die Bundesregierung auf, nun endlich die unsägliche Zauderei zu beenden und allen Bürger*innen dieses elementare Grundrecht zuzugestehen,“ sagt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. 

Auch das Bundesverfassungsgericht habe sich mit einer Entscheidung zu der seit 2013 anhängigen Klage Zeit gelassen und damit dem Gesetzgeber die Gelegenheit gegeben, selbst den verfassungswidrigen Zustand zu beenden. „Wir sind froh, dass das Bundesverfassungsgericht nun nicht länger gewartet und der Hängepartie endlich ein Ende gesetzt hat,“ freut sich Arnade. Für die ISL sei es sowieso nicht zu verstehen, warum das verfassungswidrige Bundeswahlgesetz und auch das Europawahlgesetz nicht längst geändert wurden. „Schließlich hängt der Fortbestand der Demokratie nicht an diesen rund 85.000 Stimmen, und es kostet den Staat auch nichts, dieses Grundrecht für alle zu garantieren,“ erläutert Arnade.

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Die ISL findet die neue Vielfalt beim Bahnfahren 1. Klasse

verostete Modelleisenbahn (c) ISLBerlin, 08. Februar 2019. Die ISL freut sich über die längst überfällige Maßnahme der Deutschen Bahn (DB), dass behinderte Reisende künftig ihre Reise bei allen beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen einzeln anmelden müssen, so dass es keinen Service aus einer Hand mehr gibt. „Die ISL begrüßt diese Maßnahme außerordentlich und findet die neue Vielfalt beim Bahnfahren 1. Klasse, da so endlich mehr Abwechslung in den drögen Alltag von behinderten Menschen kommt“, amüsiert sich Alexander Ahrens, Pressesprecher der ISL bei einem Glas Rotwein.

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Abgefahren: Rollstuhlfahrer wird der Einstieg in ICE am frühen Morgen verweigert

Hublift wird an einen ICE geschoben (c) ISLBremen/Berlin, 21. Januar 2019. Dem Sprecherratsvorsitzenden des Deutschen Behindertenrates (DBR) und Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) Horst Frehe wurde vorherige Woche der Einstieg in einen ICE in Bremen verweigert. Er wollte einen wichtigen politischen frühen Termin am Donnerstagvormittag in Berlin wahrnehmen. Hierzu bot sich der einzige an diesem Tag durchgehende ICE von Bremen nach Berlin an, der Bremen um 5:15 verließ. Leider lehnte die Deutsche Bahn dem rollstuhlfahrenden Fahrgast die Einstiegshilfe am Hauptbahnhof in Bremen ab. Die Deutsche Bahn (DB) begründete dies mit nicht vorhandenem Personal am Bahnsteig, das den benötigten Hublift bedienen könne. Erst mit einem Zug ab 6 Uhr Dienstbeginn könne man Frehe den Einstieg in den ICE von Bremen nach Berlin ermöglichen.

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Solidaritätsdemo für Markus Igel in Saarbrücken

Saarbrücken, 14. Januar 2019 "Aufruf zur Demo am 24. Januar um 11 Uhr vor dem Landesamt für Soziales, Hochstraße 67, in 66115 Saarbrücken - Gegen #Heimzwang und Lohndumping in der Behindertenassistenz", heißt es auf dem Plakat, das auf die Solidaritätsdemo zur Unterstützung von Markus Igel in seinem Kampf für Assistenz und damit für ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung hinweist. 

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Deine berufliche Zukunft in der Selbstvertretungsorganisation – Orientierungsworkshop für Interessierte

Behindertenpolitik aktiv mitgestalten: Selbstvertretungsorganisationen werden von Menschen mit Behinderungen geführt, geleitet und verwaltet. Sie beschäftigen überwiegend Menschen mit Behinderungen und setzen sich auf politischer Ebene für ihre Interessen ein. Hierfür wird talentierter Nachwuchs gesucht, der sich vorstellen kann, beruflich in diesem Bereich aktiv zu werden. Ziel des Seminars ist es, den Kreis möglicher Bewerber*innen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene zu vergrößern und Teilnehmenden die Gelegenheit zu geben, ihre Talente kennenzulernen und zu entwickeln. Die Teilnahme an diesem Seminar wird Türen für spätere Bewerbungen öffnen.

Vom 14. bis zum 16. Juni 2019 veranstaltet die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL im Rahmen des Modellprojekts „CASCO – Vom Case zum Coach“ in Kooperation der Liga Selbstvertretung Deutschland einen Wochenend-workshop im Bildungszentrum Erkner bei Berlin, um die Arbeit von Selbstvertretungs-organisationen kennenzulernen und gleichzeitig das eigene Potenzial erkunden zu können.

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Das Team von bezev sucht Unterstützung in der Buchhaltung und im Büromanagement

Logo bezevEssen, 07. Januar 2019. Der Verein bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) sucht zum 01. März 2019 eine engagierte Unterstützung in der Buchhaltung und im Büromanagment. Bewerbungen sind noch bis zum 10.01.2019 möglich. Genaue Stellenbeschreibung kann unten heruntergeladen werden.

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ISL aktualisiert behindertenpolitisches Grundsatzprogramm

Cover des neuen Hamburger Programms (c) ISL e.V.Berlin, 30. November 2018. Anlässlich des Welttages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember wirbt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) für ihr behindertenpolitisches Grundsatzprogramm, dem „Hamburger Programm“, das auf Grund der veränderten politischen und gesellschaftlichen Prozesse der letzten Jahre aktualisiert wurde.

Das im Jahr 2013 in Hamburg auf einer Mitgliederversammlung aufgesetzte Statut beinhaltet die wichtigsten Aspekte, um die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland auf allen Ebenen menschenrechtskonform für behinderte Menschen umzusetzen. Dabei liegt der Fokus auf einem selbstbestimmten und gleichberechtigten Leben. „Die ISL legt viel Wert darauf, dass jeder behinderte Mensch durch eine bedarfsgerechte Assistenz sein Leben selbstbestimmt gestalten kann“, erläutert der ISL-Pressesprecher Alexander Ahrens und ergänzt: „Zudem plädiert die ISL für eine vermögens- und einkommensunabhängige Deckung aller behinderungsbedingten Bedarfe im Privat-, Familien- und Berufsleben.“

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Inklusion bedarf Bewegung von uns allen

Josef StröblKassel. Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttages der Menschen mit Behinderungen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, fordern die derzeit 100 InklusionsbotschafterInnen verstärkte Anstrengungen für die Inklusion und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Inklusion geht uns alle an und wir alle können in den Bereichen, in denen wir aktiv sind, auch etwas ganz Konkretes tun, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt leben können und von Anfang willkommen sind“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes „InklusionsbotschafterInnen – Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion“. Das Projekt wird vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) noch bis Ende 2019 durchgeführt und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert.

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Digitalisierung darf für behinderte Menschen weder zur Entmenschlichung noch zum Zwang führen

Porträt Horst Frehe (c) ISL e.V.Berlin, 22. November 2018. Anlässlich der in dieser Woche veranstalteten Inklusionstage 2018 zum Thema INKLUSIV DIGITAL durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), warnt das neugewählte Vorstandmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) Horst Frehe vor einem Digitalisierungswahn: „Es ist zu befürchten, dass behinderte Menschen zum Opfer der Optimierungsbestrebungen in der Pflegebranche und in der Behindertenhilfe werden,“ warnt Frehe und verlangt: „Pflegeroboter und Verwaltungssoftware in Heimen und Werkstätten dürfen nicht zur Entmenschlichung führen!“

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